Metrologisches Symposium von RADWAG

Radom wurde für drei Tage zur Welthauptstadt der Metrologie!
Hier trafen sich Experten, Wissenschaftler und Branchenvertreter aus aller Welt, um beim IV. Metrologischen Symposium von RADWAG die neuesten Entwicklungen in der Massemetrologie zu diskutieren, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Impulse für die Zukunft zu setzen.
In diesem Jahr durften wir Teilnehmer aus nahezu allen Teilen der Welt begrüßen: aus Afrika – darunter Ägypten, Marokko, die Zentralafrikanische Republik, die Elfenbeinküste und Kap Verde –, aus Nord-, Mittel- und Südamerika, darunter die USA, Brasilien und Guatemala, aus Asien, unter anderem Japan, Südkorea, die Türkei, Vietnam und die Vereinigten Arabischen Emirate, sowie aus Europa, darunter Estland, Frankreich, Nordmazedonien, die Schweiz und Großbritannien.
Der erste Tag des IV. Metrologischen Symposiums von RADWAG stand ganz im Zeichen der Zukunft kommerzieller Kalibrierlaboratorien und der internationalen Zusammenarbeit in der Metrologie. Die Teilnehmer freuten sich auf hochkarätige Fachvorträge von RADWAG, nationalen Metrologieinstituten, Akkreditierungsstellen sowie internationalen Partnern aus der Tschechischen Republik, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Metrologie – von der Weiterentwicklung moderner metrologischer Laboratorien und internationaler Kooperationen über innovative Wägetechnologien bis hin zur Bedeutung der Akkreditierung und der Rolle nationaler Metrologieinstitute bei der Unterstützung der Industrie.
Im Anschluss an die Vormittagssession erwartete die Teilnehmer ein besonderer Höhepunkt: die feierliche Eröffnung des neuen Standorts des RADWAG Zentrums für Metrologie, Forschung und Zertifizierung in Wacławów bei Radom. Am Nachmittag erhielten die Teilnehmer Einblicke in moderne Softwarelösungen zur effizienten Verwaltung von Laborabläufen. Bei einer Führung durch das neue Zentrum konnten sie zudem innovative metrologische Technologien aus nächster Nähe kennenlernen. Vorgestellt wurden unter anderem automatische und manuelle Massenkomparatoren, Systeme zur Bestimmung der Dichte und des Volumens von Gewichtsnormalen, Lösungen für die Pipettenkalibrierung sowie spezialisierte Labore für Laborwaagen. Den Abschluss des ersten Veranstaltungstages bildete ein festliches Abendessen, das in entspannter Atmosphäre Gelegenheit zum persönlichen Austausch, zu fachlichen Gesprächen und zur Vernetzung der Teilnehmer bot.
Der zweite Tag des IV. Metrologischen Symposiums von RADWAG stand ganz im Zeichen hochpräziser Messungen und modernster Technologien, die in nationalen Metrologieinstituten zum Einsatz kamen. Im Fokus standen Lösungen, die höchste Genauigkeit mit langfristiger Messstabilität verbanden. Das Programm begann mit einem Besuch des Świętokrzyskie-Labors des polnischen Zentralamts für Maße und Gewichte (GUM) in Kielce. Die Teilnehmer erhielten exklusive Einblicke in die moderne Forschungs- und Laborinfrastruktur und lernten die Arbeit eines bedeutenden nationalen Metrologieinstituts kennen.
Das Vortragsprogramm widmete sich unter anderem dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Metrologie, der messtechnischen Rückführbarkeit von Massestandards, den Aufgaben nationaler Metrologieinstitute sowie der Digitalisierung von Messprozessen. Experten aus Polen, Tschechien, der Türkei, Deutschland, Großbritannien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentierten aktuelle Entwicklungen und innovative Lösungen – von der Realisierung des Kilogramms und der Weiterentwicklung von Kibble-Waagen über die Laborautomatisierung bis hin zum Einsatz robotischer Massenkomparatoren. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer, welchen Einfluss neue gesetzliche Anforderungen, darunter der EU AI Act, auf die gesetzliche und industrielle Metrologie hatten und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für die Branche ergaben.
Den Abschluss des Tages bildete ein festliches Abendessen, das Raum für persönlichen Austausch, neue Kontakte und die Anbahnung internationaler Kooperationen zwischen Vertretern nationaler Metrologieinstitute, Laboratorien und der Industrie bot.
Der dritte Tag des IV. Metrologischen Symposiums von RADWAG stand ganz im Zeichen innovativer Technologien und ihrer Anwendung in Wissenschaft, Metrologie und Industrie. Vier parallel stattfindende Sessions boten den Teilnehmern die Möglichkeit, gezielt die Themen auszuwählen, die ihren fachlichen Interessen entsprachen.
Die Session zur Robotisierung von Kalibrierprozessen präsentierte die neuesten RADWAG-Lösungen für die Automatisierung hochpräziser Messprozesse. Im Fokus standen automatische Massenkomparatoren, die Bestimmung von Dichte und Volumen von Prüfgewichten sowie innovative Lösungen für das Nanowägen. Die Session zum Umweltschutz zeigte, wie Wägeprozesse bei der Filteranalyse zur Überwachung der Luftqualität automatisiert werden konnten. Darüber hinaus wurde erläutert, wie hochpräzise Massemessungen zur Untersuchung von Feinstaub beitrugen. Im Mittelpunkt der Session zur Pipettenkalibrierung standen die neuesten Änderungen der ISO 8655, moderne automatische Kalibriersysteme sowie aktuelle Herausforderungen bei der Akkreditierung von Laboratorien. Die Session zu Wägemodulen präsentierte innovative Lösungen für die Automatisierung von Produktions- und Laborprozessen – von modernen Wägemodulen und robotisierten Wägesystemen bis hin zu automatisierten Waagen.
Jede Session endete mit individuellen Beratungsgesprächen mit Experten. Dabei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen, Fragen zu stellen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten der vorgestellten Technologien zu diskutieren. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgten eine Zusammenfassung der drei Veranstaltungstage und der offizielle Abschluss des IV. Metrologischen Symposiums von RADWAG.
Vielen Dank, dass Sie Teil dieser internationalen metrologischen Gemeinschaft waren! Ihre Teilnahme machte deutlich: Wissen kennt keine Grenzen. Der internationale Austausch und die Zusammenarbeit waren der Schlüssel, um Wissenschaft, Industrie und innovative Technologien gemeinsam weiterzuentwickeln.
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